Referenz

New Work: Flexibilität first

Das Runde kommt ins Eckige: So lässt sich die Formensprache dieses Einrichtungskonzepts treffend beschreiben. Eine funktionale, aber unspektakuläre Büroetage in einen modernen Workspace mit flexibler Aufteilung zu verwandeln – das war der Auftrag an das Team von raumideen. Eine Herausforderung, der wir uns gerne gestellt haben!

Ein Unternehmen aus dem Ruhrgebiet trat mit dem Wunsch an raumideen heran, die neue erworbene Büroetage nicht nur neu zu denken, sondern auch die Planung und die komplette Umsetzung zu übernehmen. Maßgebliche Kriterien waren Transparenz & Weite, Funktionalität & Professionalität, aber auch Wohnlichkeit & eine Prise Extravaganz.

Inhaltsverzeichnis

Neue Anforderungen an Büroflächen

Die Etage wurde einst als langes Rechteck konzipiert, typisch für klassische Bürogebäude: lange Flure mit Rasterdecken, ohne Tageslicht, von denen links und rechts hinter meist verschlossenen Türen die Büroräume liegen. Doch die Prinzipien von New Work verändern die Anforderungen an moderne Arbeitsräume von Grund auf. Unterschiedliche Arbeitsweisen verlangen offene Strukturen statt strenger Parzellierung.

Rückzugsorte für konzentriertes Arbeiten sind ebenso wichtig wie Räume für den informellen Austausch – sei es zwischen Kolleg*innen, der Geschäftsleitung oder mit Kund*innen.

Die heutzutage üblichen flachen Hierarchien spiegeln sich in flexiblen Raumkonzepten wider:

Lounges und offene Zonen für spontane Gespräche, ein geselliger Tresen in der Küche oder Konferenzräume in verschiedenen Größen, ausgestattet mit modernster Technik. Die neue Aufteilung des starren Grundrisses trägt dieser Offenheit Rechnung.

Der erste Eindruck zählt

Das markante Entrée – übrigens mit virtueller Empfangsdame – teilt den langen Grundriss in zwei Flügel und nimmt ihm dadurch viel von seiner geometrischen Strenge.

Das Gesicht eines Unternehmens zeigt sich bereits hier. In diesem Fall war ausdrücklich ein außergewöhnlicher Empfang gewünscht – eine Herausforderung, die raumideen kreativ löste. Das Ergebnis war eine „grüne Welt“ – nicht zuletzt, weil der Geschäftsführung Nachhaltigkeit sehr am Herzen liegt. Und so strichen wir Wände und Decken in einem satten, mittleren Grünton.

Highlight im wahrsten Sinne des Wortes: In der Trockenbaudecke befinden sich kreisrunde Ausschnitte, die mit einer Kombination aus Moos und hängenden Pflanzen bepflanzt und mit indirekter Beleuchtung in Szene gesetzt wurden.

Vor den Fenstern platzierten wir einen in Wellen verlaufenden, hintergrundbeleuchteten hellen Fadenvorhang, der wunderbar mit der in unserer Schreinerei angefertigten Wandinstallation gegenüber korrespondiert.

Organische Formen als Leitmotiv

Schon beim Hereinkommen wird offensichtlich: Organische Formen spielen eine zentrale Rolle. Runde Ecken sind allgegenwärtig – von den Polstermöbeln im Eingangsbereich bis hin zu den geschwungenen, schallabsorbierenden Glaselementen, die auf der gesamten Büroetage als transparente Raumtrenner fungieren. Für die großflächigen Glaselemente, die indirekte Beleuchtung sowie für das Vorhangsystem für Schall- und Sichtschutz wurde eine aufwändige Deckenkonstruktion über die gesamte Etage installiert.

Für die großflächigen Glaselemente, die indirekte Beleuchtung sowie für das Vorhangsystem für Schall- und Sichtschutz wurde eine aufwändige Deckenkonstruktion über die gesamte Etage installiert.

 

Flur mit abgerundeten Glastrennwänden

In den öffentlichen Bereichen wie der Lounge oder dem großen Konferenzsaal sorgen abgehängte Lochdecken für eine angenehme Akustik.

Die übliche 90-Grad-Symmetrie wird in vielen Räumen durch runde und ovale Formen sowie abgerundete Ecken aufgeweicht. Ein Beispiel: Sowohl in den Konferenz- als auch den Geschäftsführungsräumen und Aufenthaltsbereichen sind die Akustikdeckenelemente analog zu den Teppichen abgerundet.

Einheitliche Farb- und Materialwelt

Passend zur fließenden Formsprache wurde eine eigene Farb- und Materialwelt für das Unternehmen kreiert. Es dominieren die „nordischen“ Töne Greige und Hellgrau und natürliche Materialien wie Bouclé und Filz, kontrastiert durch erfrischendes Weiß und Edelstahl. Doch das Schema wird nicht stur durchgehalten, sondern erhält gerade durch kleine „Ausreißer“ seine Spannung. So ist eine der Küchenzonen als aquafarbener Kubus inszeniert.

Sowohl die Schränke – eine hauseigene raumideen-Kreation – als auch die Wände und Decken wurden in einem aquafarbenen Ton gehalten. Da fällt es noch leichter, von der Arbeit in die Pause wirklich einzutauchen.

Auch die Designtapete, die die Tür zum Serverraum überdeckt, ist so ein kreativer Akzent, der aus dem üblichen Muster ausbricht.

Ein Rundum-Projekt

„Jede einzelne Leistung von raumideen hier im Detail aufzuzählen, würde den Rahmen sprengen“, schmunzelt raumideen-Geschäftsführer Christoph Oberste. „Wir haben von Anfang bis Ende die gesamte Umsetzung betreut. Los ging es damit, dass wir die Etage komplett entkernt haben, also alle Wände eingerissen und die Decken geöffnet haben.

Außerdem haben wir Bodenbelagsarbeiten und Fensterdekorationen vorgenommen, das gesamte Mobiliar besorgt, die Kücheneinbauten gefertigt, ein Beleuchtungskonzept entwickelt und für eine angenehme Akustik gesorgt und so weiter. Für die Maler- und Trockenbauarbeiten, Elektrik und Sanitär haben wir unsere bewährten Partner ins Boot geholt. Kurz gesagt: Fast alles stammt aus unserer Hand.“

Kirsten Fiebig, die das Projekt geleitet hat, ergänzt: „Ja, es war wirklich ein sehr umfassendes Projekt, und wir sind sehr froh, dass wir es im gesetzten zeitlichen und finanziellen Rahmen umsetzen konnten.“ Mit dem Ergebnis ist die Dortmunder Storeleiterin sehr zufrieden: „Die Räume strahlen eine konzentrierte Ruhe aus. Sowohl die Menschen, die dort arbeiten, als auch die Kundinnen und Kunden erleben eine freundliche, professionelle und kreative Atmosphäre – ideal zum Arbeiten und Kommunizieren.“

Weitere Eindrücke des Projekts

Empfang

Coffeepoint rechte Etagenseite

Kleiner Besprechungsraum

Konferenzraum

Offener Loungebereich

Bewirtungsküche für Veranstaltungen

Großer Konferenzraum

Coffeepoint linke Etagenseite

WC