Referenz

Neubau im Sauerland

Als diese Villa im Sauerland gebaut wurde, war das Richtfest gleichzeitig der Startschuss für raumideen. Denn ab der Rohbauphase waren Inhaber Christoph Oberste und sein Team an der Seite des Bauherrenpaars – von der ersten Planung bis zur finalen Ausführung.

„Zuerst haben wir gemeinsam alle Wünsche der Familie sortiert und festgelegt, welche Leistungen wir in welcher Bauphase übernehmen und wie wir sie koordinieren“, erinnert sich Christoph Oberste. „Gerade die Elektroplanung braucht Weitblick – Steckdosen sind meist dort knapp, wo man sie am dringendsten braucht.“ Vor allem in Küchen wird das schnell zum Ärgernis. Nicht so hier: Alle Leitungen verlaufen exakt dort, wo später Geräte stehen. Selbst für die großen Lautsprecher im Wohnzimmer kommt der Strom passgenau aus dem Boden.

Das Bauherrenpaar wünschte sich ein Zuhause, das Ruhe und Klarheit ausstrahlt – mit viel Stauraum, durchdachter Struktur und einem harmonischen Gesamtbild. Alles, was im Haus offen herumliegen könnte, sollte seinen Platz in Schränken oder hinter Türen finden. Gewünscht war eine moderne, zugleich wohnliche Optik – nach außen minimalistisch, im Inneren mit allem Komfort.
So stand von Anfang an fest: Einbauten und Maßanfertigungen würden hier eine zentrale Rolle spielen.

Inhaltsverzeichnis

Die Rückfront hat es in sich – in zweierlei Hinsicht. Rechts verbirgt sich dahinter eine Kaffeebar mit Vollautomat und allem, was das Kaffeetrinkerherz begehrt. Öffnet man zwei Elemente links, sind dort keine Schrankfächer, sondern der Durchgang zu einem anderen Raum: der sogenannten Schattenküche. Hier wie bei der Kaffeebar haben die Experten von raumideen gemeinsam mit SieMatic ein Meisterstück vollbracht. Die sogenannten Einschubtüren – sie verschwinden beim Öffnen seitlich komplett, statt als Hindernisse in den Raum zu ragen – sind das Ergebnis komplexer Maßarbeit.

Schattenküche

In der Schattenküche, die ebenfalls von raumideen geplant und von SieMatic gefertigt wurde, entfaltet sich die Leidenschaft der Bewohner. Als begeisterte Hobbyköche mit Anspruch lieben sie es, in mehreren Gängen zu kochen – und genießen es, die Spuren aus dem Blickfeld verschwinden zu lassen. Während in der Hauptküche und im Essbereich serviert wird, bleiben Vorbereitung und Küchenutensilien diskret verborgen.

Essbereich

Am massiven Nussbaumtisch finden zehn Personen mühelos Platz. Die mit weichem Leder bezogenen Stühle sind fast schon kleine Sessel – nicht so massiv, aber auf jeden Fall so bequem. Ein Teppich von Walter Knoll verleiht dem Raum zusätzliche Wärme und rundet das Gesamtbild stimmig ab.

Vom Tisch aus bietet sich durch die bodentiefen Fenster ein unverstellter Blick in die wunderschöne Landschaft, die das Haus umgibt. Sollte es dennoch gewünscht sein, sich vor Licht und Blicken von außen zu schützen, lassen sich per Fernbedienung die Vorhänge vorziehen. Diese verschwinden bei Bedarf komplett in der Wand – auch das wurde schon in die Rohbauplanung mit einbezogen. Dabei sind sie fast zu schade zum Verstecken: Es handelt sich um eine besonders edle, melierte Seide mit einer raffinierten Salz-Pfeffer-Körnung, von hinten mit Baumwolle abgefüttert gegen UV-Strahlung. Der Stoff wurde in der raumideen-Näherei zu Vorhängen verarbeitet. Fährt man sie abends zu, lässt eine LED-Leiste sie stimmungsvoll changieren.

Sowohl von der Küche als auch vom Esstisch und vom Wohnbereich aus hat man freie Sicht auf den eingebauten Holzkamin – Mittelpunkt des Hauses, Wärmespender, Ruhepol.

Wohnbereich

Auch im Wohnbereich mögen es die Bauherren schlicht in der Optik, aber aufwändig im Detail. Das ausladende, dunkelblaue Edra-Sofa bietet reichlich Platz für die Familie. Der runde maßgefertigte Teppich von Walter Knoll korrespondiert mit den Formen der Deckenlampen.

Farblich fiel die Wahl sowohl bei der Wohnwand als auch bei dem Lowboard auf ein dezentes Apricot. An der Wand darüber, wo üblicherweise der Fernseher montiert ist, hängt ein zweiteiliges abstraktes Gemälde. Die Bauherrin wollte auf keinen Fall auf die dominante schwarze Fläche schauen, die TV-Geräte im ausgeschalteten Modus nun mal sind. Die clevere Lösung: Schiebt man die beiden Bilder auseinander, verbirgt sich dahinter der Flachbildfernseher.

Flur Erdgeschoss

In dem weißen, langen Flur steckt eine Menge präziser Handwerkskunst. Er verbindet den Wohn- mit dem Schlaftrakt des Hauses. Alle deckenhohen Türen sind komplett flächenbündig eingearbeitet, kein Versprung stört die plane Anmutung. Die großen Keramikfliesen wurden mit reduzierter Fugenführung so verlegt, dass nur Querfugen zu sehen sind, die Wände mit Spachteltechnik von Hand geweißelt. Technische Finesse: Beim Betreten des Flurs geht das Licht sensorgesteuert an und dimmt sich automatisch wieder herunter.

Ankleidezimmer

Im Ankleidezimmer zeigt sich, wie stilvoll Funktionalität sein kann. Bis unter die Decke reichen die warmgrauen, grifflosen Schränke von interlübke. Eine kleine Fensternische mit samtblauen Kissen lädt zum Verweilen ein. Der Boden aus hell gebeiztem Holz ist angenehm fußwarm. Edles Detail: Fensternische und Kommode sind mit Granitplatten belegt.

Gästebad

Toilette, Waschtisch, Urinal, Dusche, Handtuchträger – die komplette Sanitärtechnik im Gästebad ist im Wechselspiel von Schwarz, Hellgrau und Marmoroptik gehalten und wurde von einem Partnerbetrieb eingebaut. „Von uns stammt der komplette Entwurf, und sowohl die Waschtischschränke als auch die Fliesen wurden in Zusammenarbeit mit raumideen-Systempartnern eingebaut“, erklärt Christoph Oberste.

Flur Untergeschoss

Die Holzlamellenwand mit integrierten Kleiderhaken und der eingebaute Garderobenschrank schaffen Ordnung und Struktur – Jacken und Schuhe finden hier ihren Platz, wenn die Bewohner aus dem Garten kommen.
Hinter der Wand verbirgt sich zudem der Schacht des Wäscheabwurfs aus dem oberen Geschoss – funktional durchdacht und gestalterisch harmonisch integriert.

Der farbige, runde Teppich und der Sitzhocker setzen warme, wohnliche Akzente und lockern die klare Geometrie des Raums angenehm auf.

Saisonraum

Ein Untergeschoss mit viel Platz ist Gold wert. Und am besten mit Stauraummöbeln, damit nichts zustaubt, alles sauber bleibt und auch nichts nach Keller riecht. Hier ist die Lösung: ein von raumideen geplantes und von interlübke maßgefertigtes Schranksystem in einem warmen Pfirsichton. Dahinter verschwinden Saisongarderobe, Gartenauflagen, Weihnachtsdekoration, Spielzeug, Gummistiefel, Reisetaschen und überhaupt alles, was man nicht immer sehen möchte. Dank Innenbeleuchtung findet man alles wieder, und die integrierte Be- und Entlüftung sorgt für ein trockenes Klima in den Schränken.

Hauswirtschaftsraum

Und noch mehr Stauraum! Im Hauswirtschaftsraum wurden anthrazitfarbene Einbauschränke mit offenen Fächern installiert. Waschmaschinen und Trockner sind rückenschonend, sprich ohne Bücken zu erreichen. Die großflächige Anrichte bietet ausreichend Fläche zum Falten der Wäsche, und auch zum Bügeln ist reichlich Platz.

„Es war ein hochkomplexes Projekt, das wir gemeinsam mit den Bauherren, unseren Systempartnern und unserem eigenen Team realisiert haben“, resümiert Christoph Oberste. „Dass wir schon in der Rohbauphase einbezogen waren, hat vieles vereinfacht – und ermöglicht, dass am Ende jedes Detail stimmt.“